Experiment mit Aubergine

Gemüseterrine mit Aubergine, Süßkartoffeln u.a.

Der Musiker– und Schreibkollege, der das mit dem Bloggen, Kochen und Fotografieren so macht, wie es sein sollte, hat mich unlängst mit seiner Aubergine–”Schweinebraten”–Kreation neugierig auf Aubergine gemacht. Tatsächlich hatte ich die in meinen diversen Gemüsepfännchen noch nie drin. Ich schätze, das hängt damit zusammen, dass es die im elterlichen Haushalt immer wieder mal gab, aber sie hat keinen guten Eindruck bei mir hinterlassen. Ob das nun an der weitaus weniger hingebungsvollen Zubereitung lag oder einer typisch kindlichen generellen Gegenwehr gegen gesundes Essen vermag ich nicht mehr zu sagen. Irgendwie war das ein nach nichts schmeckender komischer Lappen im Mund, der für mich weder über irgendeinen nennenswerten Eigengeschmack verfügte noch besonders appetitlich aussah. (und in dem Punkt werd’ ich hier auch keine Preise bekommen, daher eben der Hinweis auf den Kollegenblog).

Aber heute hatte ich mal wieder Lust auf ein kleines Mini–Experiment und wollte außerdem einfach was in der Pfanne zubereiten. Die Aubergine hatte ich vor zwei Tagen schon gekauft, weil ich eigentlich vor hatte, das oben verlinkte Gericht nachzukochen. Nur mit meiner Geduld und generell angemessenem Essverhalten in Sachen Menge(n) und Rahmen hapert es (noch). Daher galt wieder die 15–min.–Regel. (15 min. für Putzen, Zubereiten und Servieren).

Aber so furchtbar, wie es sich nun anhört, ist es gar nicht geworden. Zwar hab’ ich sicherlich versäumt, der Aubergine die gebotene Sorgfalt in der Zubereitung entgegenzubringen, aber es ging zunächst auch mal einfach um die Frage, ob ich mich mit der als merkwürdig in Erinnerung behaltenen Textur der Frucht wieder würde versöhnen können. Und ja. Kann ich!

  • ca. eine viertel Aubergine schräg in große Scheiben geschnitten
  • etwas Kräutersalz, Thymian, Rosmarin
  • eine fein geschnittene Frühlingszwiebel (und ein paar restliche Stiftchen Süßkartoffel, die auch weg musste)
  • 1/2 rote Spitzpaprika in Streifen geschnitten
  • etwas Lauch (Porré)
  • ein paar Spritzer Sojasauce (dunkel)
  • 1-2 TL scharfe Zigeunersauce
  • geröstete Erdnüsse, Walnüsse zum Garnieren
  • evtl. ein “Schlag” Remoulade falls vegan nicht nötig ist, sonst weglassen

Wenn sich die Aubergine leicht verfärbt (also von der Hitze, nicht von der Sojasauce 😉 ) und die Süßkartoffelstäbchen auch beginnen knusprig zu werden, Flamme rasch herunterdrehen, mit 2 EL Wasser ablöschen, erst dann die restlichen Gemüsezutaten hineingeben. Mit der Zigeunersauce vermischen. Vielleicht nochmal einige Spritzer Sojasauce. Erdnüsse hinzugeben. Auf kleiner Flamme nochmal 2-3 Minuten garen.

Anrichten, evtl. die Remoulade hinzugeben und noch einige Walnuß–Hälften oben drauf. Und genau hinfühlen und schmecken, die Gewürze, die Textur, die süß–saure, aber doch etwas würzige Note. Die Aubergine wird in diesem Fall mehlig–weich, das wollte ich heute auch so. Wohlbekomm’s!

Nachtrag: Und vom dennoch übriggebliebenen kleinen Rest gibt es heute gepimpt mit einer geachtelten (halben) Tomate, nochmal 2 EL Zigeunersauce und 3 EL Wasser plus Nachwürzen ein leckeres Süppchen. Als Beilage ein gerösteter Mais–Tortilla–Fladen. (Weil Wegwerfen ist für Anfänger, persönliche #nachhaltigkeit ist das neue Cool! 😇 )

Feel free to comment below

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.